Mehrfamilienarbeit in der Tagessonderschule

Die Schule in Kleingruppen will die Anliegen der Eltern ernst nehmen und bindet sie darum verbindlich in den Schulbetrieb ein. Die Eltern verpflichten sich, gemeinsam oder abwechselnd, 1bis 2 Mal pro Monat am Mittwoch Morgen im Familienklassenzimmer (FKZ) anwesend zu sein. Die Termine werden für das ganze Schuljahr fixiert und sind damit für die Familie planbar.

 

Weitere Infos über unsere Mehrfamilienarbeit finden Sie hier: Link

 

 

Was ist Mehrfamilienarbeit (MFA)?

In Grossbritannien und in Deutschland wurde die «Multifamilienarbeit» von Dr. Eia Asen und Prof. Dr. Michael Scholz entwickelt. Die simultane Arbeit mit mehreren Familien wurde auf den schulischen Kontext angepasst. Dabei werden systemische Ansätze handlungsorientiert im Gruppenkontext angewendet. Nachhaltige Entwicklungen können so angestossen und umgesetzt werden.

 

Wie funktioniert Mehrfamilienarbeit?

MFA baut darauf auf, dass Menschen in Konflikten oder in belastenden Lebenssituationen über eine hohe Sensitivität für ähnliche Probleme und Lebenssituationen bei Anderen verfügen. Im Gruppenkontext findet eine Solidarisierung und Entstigmatisierung statt. MFA kann diesen Familien helfen, sich nicht nur als „Beratene“, sondern auch als „Berater“ zu erleben.

Die Schaffung einer professionellen Gruppenatmosphäre mit gegenseitiger Anteilnahme ist dafür Voraussetzung. Der Einsatz multitherapeutischer Interventionen motiviert, unterstützt und begleitet diese Familien, gemeinsam eigene Lösungsansätze für ihre Probleme zu entwickeln und umzusetzen. Die positive Kraft und Dynamik der Gruppe erhöht die Erfolgschancen für erwünschte Veränderungen beträchtlich.